Erkrankungen des Hufgelenks oder des „Hufrollen“-Komplexes

15.04.2014 20:37 von Kristin Trede

Auf dem Weg zum perfekten Huf?!

Eine der häufigsten Ursachen für die reiterliche Unbrauchbarkeit der Pferde sind chronische Hufgelenksentzündung und Erkrankungen der sogenannten „Hufrolle“. Oft führt die Unheilbarkeit zum Gnadenbrot oder in den Pferdehimmel.

 

Neben ererbten oder angezüchteten Faktoren, Überbelastung, Übergewicht und nicht artgerechter Bewegung dürfte in der Mehrzahl der Krankheitsfälle die Hauptursache im Bereich des Hufes liegen. Dies muss nicht gleich ein sichtbarer Zwanghuf sein, der auf die inneren Strukturen des Hufes drückt und so Schmerzen und Entzündung auslöst. Häufig sind die zu enge Hufform oder andere Fehlentwicklungen gar nicht auf den ersten Blick zu erkennen.

 

Die Schulmedizin versucht unter anderem, symptomatisch mit Entzündungshemmern, Kortison, Gelenkspülungen, Hyaluronsäure zu therapieren, sowie den Knochenumbau durch Tiludronate und Kalzitonin positiv zu beeinflussen. Auch die Stoßwellentherapie hat in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen. Ein letzter Versuch sind in der Regel operative Eingriffe, wie z.B. der Nervenschnitt zur Schmerzausschaltung. Huforthopädisch wird häufig mit speziellen Beschlägen gearbeitet.

 

Alle diese Maßnahmen lassen meistens die Symptome verschwinden, das Pferd lahmt für eine kürzere oder längere Zeit nicht mehr. Eine wirklich Heilung im Sinne einer nachhaltigen Gesundung kommt jedoch nicht zustande.

 

Was aber kann die komplementäre und Alternativmedizin bei diesen Huferkrankungen leisten?

 

Oberstes und langfristiges Ziel muss es sein,  mit einer artgerechten Huforthopädie ein gesundes Fundament wieder herzustellen. Mit Hilfe von speziellen Hufeisen erreicht man zwar eine schnelle, aber keine langfristige Verbesserung, da sich der Huf nicht so entwickeln kann, wie das Bewegungstier Pferd ihn für eine physiologische und schmerzfreie Bewegung braucht. Sachkundige, konsequente Barhuf-Korrektur in Kombination mit alternativmedizinischer Behandlung führt häufig innerhalb weniger Wochen bis Monate zur Lahmfreiheit.

 

Dies heißt jedoch nicht, dass das Pferd zu diesem Zeitpunkt wieder voll belastbar und im Reitsport einsatzbereit ist: mit Bedacht muss ein Bewegungsprogramm durchgeführt werden. Eine sehr gut geeignete Unterstützung bietet hier z.B. die ARR® Schiefentherapie. Parallel dazu werden die huforthopädischen und medizinischen Maßnahmen weitergeführt, allein die Regeneration des Pferdehufes zu einer physiologischen Form dauert aufgrund des Hornwachstums mindestens 1 Jahr. Voraussetzung hierfür ist auch eine ausgeglichene Ernährung mit allen notwendigen Mineralstoffen und Spurenelementen, sowie eine pferdegerechte Bewegungsmöglichkeit, ganztägig abseits enger Pferdeboxen.

 

Die klassische Tierhomöopathie leistet einen wertvollen Beitrag zur schnelleren Schmerzfreiheit, zur besseren Durchblutung und damit Förderung der Heilungsprozesse, sowie zur Regeneration der geschädigten Gewebe. Sie versetzt den Organismus in die Lage, sich selbst zu heilen. Schon im 19. Jahrhundert wurden diese Pathologien homöopathisch behandelt. So schreibt im Jahr 1858 Theodor Träger, königlicher Oberrossarzt in Trakehnen zum Thema Zwanghuf: „Verständige Hufchirurgie, Erweichung des Hufes durch feuchten weichen Boden, Weidegang, Lehmstand. Die homöopathische Behandlung mit Silicea, Squilla, Calcarea carbonica; aber Ausdauer! Man stellt dergleichen Patienten her; es gehört indeß Jahr und Tag dazu!“

 

© Kristin Trede www.kristin-trede.de

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15.04.2014 20:37 von Kristin Trede

Erkrankungen des Hufgelenks oder des „Hufrollen“-Komplexes

Eine der häufigsten Ursachen für die reiterliche Unbrauchbarkeit der Pferde sind chronische Hufgelenksentzündung und Erkrankungen der sogenannten „Hufrolle“. Oft führt die Unheilbarkeit zum Gnadenbrot oder in den Pferdehimmel.

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Neben ererbten oder angezüchteten Faktoren, Überbelastung, Übergewicht und nicht artgerechter Bewegung dürfte in der Mehrzahl der Krankheitsfälle die Hauptursache im Bereich des Hufes liegen. Dies muss nicht gleich ein sichtbarer Zwanghuf sein, der auf die inneren Strukturen des Hufes drückt und so Schmerzen und Entzündung auslöst. Häufig sind die zu enge Hufform oder andere Fehlentwicklungen gar nicht auf den ersten Blick zu erkennen.

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30.05.2013 10:00 von Kristin Trede

Hufrehe

Bewegung ist das Lebenselixier des Pferdes – was aber tun, wenn die Hufrehe, eine der schmerzhaftesten Erkrankungen des Bewegungsapparates, das Pferd „ausbremst“? Welche Faktoren begünstigen diese Erkrankung, wie kann ich vorbeugen? Gibt es noch eine Chance auf ein gutes Pferdeleben?

 

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24.03.2013 09:37 von Kristin Trede

Tipps zum Fellwechsel beim Pferd

  In Abhängigkeit von der Dauer der Tageshelligkeit beginnt im Januar/Februar bei Pferden der Fellwechsel – das plüschige Winterfell, das gegen eisige Temperaturen schützt, wird durch das feinere, dünnere und luftdurchlässigere Sommerfell ersetzt.

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Diese Höchstleistung des Organismus fordert dem Stoffwechsel der Tiere Einiges ab, müssen doch einerseits die Haare abgeworfen werden, andererseits neue Haare gebildet werden. Pferde sind in dieser Zeit besonders anfällig für Infekte wie Husten und Erkältung, können aber auch mit Verdauungsstörungen reagieren. Manchmal haben sie in dieser Zeit vermehrt angelaufene Beine oder Mauke. Mit geeigneten Maßnahmen können Sie Ihr Tier gut durch diese Zeit bringen

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14.01.2011 00:00 von Ricarda Dill

Hinweise zur Entwurmung beim Pferd

tl_files/DSC_0072.JPGDie sog. Wurmkur ist ein stark wirksames Medikament, das Ihr Tier nur bekommen sollte, wenn es tatsächlich Würmer hat. In anderen Fällen ist das Entwurmungsmedikament eine überflüssige Belastung des Organismus mit Medikamenten. Es gibt außerdem keine vorbeugende Behandlung gegen Würmer.

 

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