Tipps zum Fellwechsel beim Pferd

24.03.2013 09:37 von Kristin Trede

In Abhängigkeit von der Dauer der Tageshelligkeit beginnt im Januar/Februar bei Pferden der Fellwechsel – das plüschige Winterfell, das gegen eisige Temperaturen schützt, wird durch das feinere, dünnere und luftdurchlässigere Sommerfell ersetzt. Diese Höchstleistung des Organismus fordert dem Stoffwechsel der Tiere Einiges ab, müssen doch einerseits die Haare abgeworfen werden, andererseits neue Haare gebildet werden. Pferde sind in dieser Zeit besonders anfällig für Infekte wie Husten und Erkältung, können aber auch mit Verdauungsstörungen reagieren. Manchmal haben sie in dieser Zeit vermehrt angelaufene Beine oder Mauke. Mit geeigneten Maßnahmen können Sie Ihr Tier gut durch diese Zeit bringenDa in der Übergangszeit häufig noch kalte Tage vorkommen können, sollte das Fell nicht verstärkt ausgebürstet werden. In der Winterzeit ist es ohnehin besser, auf allzu kräftiges Bürsten zu verzichten, um den wichtigen fettigen Hautschutz zu erhalten. Mit steigenden Temperaturen kann später im Jahr das Abhaaren mit kräftiger Massage unterstützt werden. Geben Sie eingedeckten Pferden die Möglichkeit, sich an warmen Tagen ohne Decke zu wälzen und ermöglichen Sie die gegenseitige Körperpflege der Tiere.

 

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An einem guten Freund darf man sich (nicht nur)
zu Fellwechselzeiten auch mal schubbern.

 

  • Sollte Ihr Tier in der Fellwechselzeit matter und müder als sonst sein, so nehmen Sie mit reduzierter körperlicher Beanspruchung Rücksicht.
  • Öle unterstützten den Prozess des Fellwechsels, empfehlenswert ist vor allem kaltgepresstes, frisches Leinöl und Schwarzkümmelöl. Letzteres enthält neben den auch im Leinöl enthaltenen wertvollen mehrfach ungesättigten Fettsäuren zusätzlich die Vitamine (B, A, D, E), sowie Zink, Selen, Magnesium und ein ätherisches Öl (Nigellon), das eine immunstimulierende Wirkung hat. Die Öle sorgen zudem dafür, dass die fettlöslichen Vitamine A und E aus dem Futter (z.B. Möhren) besser aufgenommen werden.
  • Achten Sie auf eine ausgewogene Versorgung mit Vitaminen und Spurenelementen. Insbesondere Zink, Kupfer und Selen müssen in ausreichendem Maße vorhanden sein.
  • Mit dem Zufüttern von Kräutern tun Sie viel für den Erhalt der Gesundheit der Pferde. Brennnessel, Löwenzahn, Goldrute und Birkenblätter regen die Nierenfunktion und Blutreinigung an, Weißdorn fördert die Durchblutung, Klebkraut ernährt Haut und Fell und regt das Lymphsystem an. Hagebutte enthält viel abwehrsteigerndes Vitamin C, Mariendistel und Flor de piedra unterstützen die Leber.
  • Bei älteren Tieren dauert der Fellwechsel unter Umständen länger, dieses liegt an der Verlangsamung des Stoffwechsels mit steigendem Lebensalter und ist nicht unbedingt krankhaft. Sollten jedoch echte Störungen beim Umhaaren auffallen (z.B. unvollständiger Fellwechsel, statt Sommerfell wird wieder Winterfell gebildet), so können Krankheiten wie Cushing oder equines metabolisches Syndrom die Ursache sein. Hier ist die Behandlung durch Tierarzt/in und/oder Tierheilpraktiker/in notwendig.
  • Nicht zuletzt bietet die klassische Homöopathie gute Möglichkeiten, ganzheitlich den Organismus in seinen natürlichen Aufgaben zu unterstützen.

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Informationen über Pferde

15.04.2014 20:37 von Kristin Trede

Erkrankungen des Hufgelenks oder des „Hufrollen“-Komplexes

Eine der häufigsten Ursachen für die reiterliche Unbrauchbarkeit der Pferde sind chronische Hufgelenksentzündung und Erkrankungen der sogenannten „Hufrolle“. Oft führt die Unheilbarkeit zum Gnadenbrot oder in den Pferdehimmel.

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Neben ererbten oder angezüchteten Faktoren, Überbelastung, Übergewicht und nicht artgerechter Bewegung dürfte in der Mehrzahl der Krankheitsfälle die Hauptursache im Bereich des Hufes liegen. Dies muss nicht gleich ein sichtbarer Zwanghuf sein, der auf die inneren Strukturen des Hufes drückt und so Schmerzen und Entzündung auslöst. Häufig sind die zu enge Hufform oder andere Fehlentwicklungen gar nicht auf den ersten Blick zu erkennen.

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30.05.2013 10:00 von Kristin Trede

Hufrehe

Bewegung ist das Lebenselixier des Pferdes – was aber tun, wenn die Hufrehe, eine der schmerzhaftesten Erkrankungen des Bewegungsapparates, das Pferd „ausbremst“? Welche Faktoren begünstigen diese Erkrankung, wie kann ich vorbeugen? Gibt es noch eine Chance auf ein gutes Pferdeleben?

 

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24.03.2013 09:37 von Kristin Trede

Tipps zum Fellwechsel beim Pferd

  In Abhängigkeit von der Dauer der Tageshelligkeit beginnt im Januar/Februar bei Pferden der Fellwechsel – das plüschige Winterfell, das gegen eisige Temperaturen schützt, wird durch das feinere, dünnere und luftdurchlässigere Sommerfell ersetzt.

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Diese Höchstleistung des Organismus fordert dem Stoffwechsel der Tiere Einiges ab, müssen doch einerseits die Haare abgeworfen werden, andererseits neue Haare gebildet werden. Pferde sind in dieser Zeit besonders anfällig für Infekte wie Husten und Erkältung, können aber auch mit Verdauungsstörungen reagieren. Manchmal haben sie in dieser Zeit vermehrt angelaufene Beine oder Mauke. Mit geeigneten Maßnahmen können Sie Ihr Tier gut durch diese Zeit bringen

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14.01.2011 00:00 von Ricarda Dill

Hinweise zur Entwurmung beim Pferd

tl_files/DSC_0072.JPGDie sog. Wurmkur ist ein stark wirksames Medikament, das Ihr Tier nur bekommen sollte, wenn es tatsächlich Würmer hat. In anderen Fällen ist das Entwurmungsmedikament eine überflüssige Belastung des Organismus mit Medikamenten. Es gibt außerdem keine vorbeugende Behandlung gegen Würmer.

 

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