Hunde: Krank durch Stress?

12.11.2010 00:00 von Ricarda Dill

Psychische Belastungen als Krankheitsauslöser

Ranja und Frodo by HTConring

Stressauslösende Faktoren beim Hund sind:

  • Besitzerunmittelbare Bedrohungen
  • Gewalt, Wut, Aggressionen in der Umgebung
  • an der Leine rucken, straffe Leine, zu kurze Leine
  • zu hohe Ansprüche beim Training und im Alltag
  • zu viel Bewegung (v.a. beim jungen Hund) oder zu wenig Bewegung und Aktivität
  • Hunger, Durst
  • sich nicht entleeren zu dürfen, wenn er muss
  • zu viel Kälte (frieren) oder Wärme (schwitzen)
  • Krankheit und Schmerz
  • zu viel Lärm
  • Einsamkeit und Langeweile
  • schockartig auftretende Ereignisse
  • ein Übermaß an aufregenden Objektspielen (Bällchen, Stöckchen)
  • ein Übermaß an aufregenden Sozialspielen (mit anderen Hunden oder Menschen)
  • plötzliche Veränderungen
  • häufiger Wohnortwechsel
  • Verlust eines Sozialpartners

 

Wie erkennt man, ob ein Hund gestresst ist?

  • Rastlosgkeit, er kann nicht zur Ruhe kommen
  • Überreaktion auf Ereignisse, z.B. wenn es an der Tür klingelt
  • Einsatz von Beschwichtigungssignalen
  • übertriebene Körperpflege (ständiges Lecken, Beißen, Kratzen etc.)
  • Dinge zerbeißen
  • Bellen, jaulen, winseln, heulen
  • Durchfall, Erbrechen
  • Appetitlosigkeit
  • unangenehmer Körpergeruch, übler Geruch aus dem Maul
  • verhärtete Muskeln
  • plötzliches Auftreten von Schuppen
  • sich schütteln
  • Veränderung der Augenfarbe
  • dem eigenen Schwanz hinterherjagen
  • schlechte Fellbeschaffenheit (Haarausfall, struppiges, stumpfes Fell usw.)
  • ungesundes Aussehen
  • hecheln
  • schlechte Konzentration
  • zittern
  • häufigeres urinieren als gewöhnlich
  • beim Rüden: ausschachten des Penis
  • Allergien und andere Hautprobleme
  • Fixierung auf bestimmte Dinge: Lichtblitz, Fliegen etc.
  • nervöses Verhalten
  • Übersprungshandlungen
  • abwesend wirken

 

Was können wir tun, um den Stress bei Hunden zu reduzieren?

  • Umgebung des Hundes verändern
  • Routineabläufe verändern
  • nicht strafen, übertrieben schimpfen, keine harten Erziehungsmethoden anwenden,
  • nicht über den Leinenruck arbeiten
  • üben, beschwichtigende Signale zu erkennen, auf sie zu reagieren und selbst einzusetzen
  • dafür sorgen, dass die täglichen Bedürfnisse des Hundes befriedigt werden, das er z.B. oft genug nach draußen kommt, frisches Wasser für ihn bereit steht etc.
  • rassespezifische Eigenheiten berücksichtigen
  • ausgewogenes Maß an Bewegung/Aktivität und Ruhephasen
  • den Hund so oft wie möglich an unserem Leben teilhaben lassen

 

Die Hinweise wurden dem Buch “Die Beschwichtigungssignale der Hunde” von Turid Rugaas, Animal Learn Verlag, 2000, entnommen.

 

Dr. iur. Ricarda Dill

Heilpraktikerin, Tierheilpraktikerin

www.tierheilkunde-owl.de

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